Reportagen bei TV touring
Ein Streifzug durch das Biosphärenreservat Rhön

1991 verlieh die Weltkulturorganisation UNESCO der Rhön den Titel "Biosphärenreservat". Damit gehört die Rhön zu weltweit über 500 Regionen, in denen Modelle für ein nachhaltiges Wirtschaften entwickelt werden.

Während in Nationalparks der Natur der Vorrang eingeräumt wird, steht in Biosphärenreservaten das Miteinander von Mensch und Umwelt im Vordergrund. Wie dies in der Praxis aussieht, zeigt sich in der Rhön am Beispiel von Landwirtschaft und Gastronomie. So blieben in der Rhön zahlreiche Streuobstwiesen erhalten, auf denen über 400 verschiedene Apfelsorten gezählt wurden. Die Streuobstwiesen sorgen nicht nur für eine reiche Ernte, sondern sind auch Lebensraum für zahlreiche, teils seltene, Tier- und Pflanzenarten. immer mehr Apfelbauern setzen darüber hinaus auf biologischen Anbau, was Getränkehersteller wiederum zu neuen Produkten inspiriert.

Auch das Rhönschaf spielt im Biosphärenreservat eine bedeutende Rolle. Einst vom Aussterben bedroht, haben sich Schäfer mittlerweile der Zucht dieser alten Haustierrasse angenommen. Mit Erfolg baute man Vorurteile gegenüber dem Geschmack von Lammfleisch ab. Dadurch stieg die Nachfrage nach Produkten vom Rhönschaf so stark an, dass sie derzeit kaum gedeckt werden kann. Dem Landschaftsbild der Rhön kommt die große Nachfrage sehr entgegen. Da sich eine Haltung der Tiere lohnt, gibt es auf den Weiden genügend Schafe, die dafür sorgen, dass die Rhön das bleibt was sie ist: das Land der offenen Fernen.

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Reportagen bei TV touring vom 16.11.2010